| Thema |
|---|
| Erstellen eines Kegelradpaares |
| Niveau |
| Fortgeschrittene |
| Bearbeitungszeit |
| TBD |
| Autoren |
| FBXL5 |
| FreeCAD-Version |
| 1.1 |
| Beispieldateien |
| None |
| Siehe auch |
| Gear Workbench |
Die Anleitung Kegelräder beschreibt, wie man die erforderlichen Daten zusammenträgt, um ein Paar Kegelräder mit dem Werkzeug Kegelrad des Arbeitsbereichs
Gear in einem
PartDesign-Umfeld zu erstellen.
Ein Paar ineinandergreifender Kegelräder
Ein Kegelrad kann entweder vom Teilkreis aus oder von der virtuellen Spitze her aufgebaut werden; das hängt von seiner Einstellung reset_origin ab. In späteren Schritten dieser Anleitung müssen wir das Kegelrad skalieren ohne die Spitze zu verschieben und daher werden wir diese Eigenschaft deaktivieren.
Das Werkzeug Kegelrad erstellt standardmäßig ein Kegelrad für rechtwinklige Achsen und miteinem Übersetzungsverhältnis von 1 : 1. Für andere Achswinkel und andere Übersetzungsverhältnisse müssen wir den jeweils passenden Teilkegelwinkel für die beiden verpaarten Kegelräder ermitteln. Außerdem müssen wir grundlegende Werte anpassen und den Teilkreisdurchmesser ermitteln.
Angenommen, wir haben unser Hirn zermartert, um den zur Verfügung stehende Bauraum, die Betriebslasten, das Übersetzungsverhältnis und den Achswinkel zu berücksichtigen, und haben die folgenden grundlegenden Werte ermittelt:
Um unsere CPUs nicht zu überlasten, Setzen wir die Zähnezahl (z) des kleineren Zahnrades auf nur 9 fest und damit die Zähnezahl des größeren auf 15 ( ist gleich ).
Jetzt können wir die Teilkreisdurchmesser (d) berechnen:
Nun ist FreeCAD dran, die Teilkegelwinkel (δ) zu ermitteln:
Wir verwenden die Skizze, um 2 verbundene Dreiecke zu skizzieren, deren Symmetrieachsen senkrecht auf den Seiten stehen, die die Teilkreisdurchmesser darstellen. Abgesehen von einigen ausgeblendeten Randbedingungen, wie Koinzident festlegen und Symmetrisch festlegen, setzen wir maßliche Randbedingungen ein, zweimal Abstand für die Teilkreisdurchmesser und einmal Winkel für den Achswinkel, um die Skizze vollständig zu bestimmen, dann können wir zwei Referenzrandbedingungen verwenden, um die beiden Teilkegelwinkel zu erhalten (und dann die Skizze verlassen):
Rot: Der festgelegte Achswinkel und beide Teilkreisdurchmesser.
Blau: Die resultierenden Teilkegelwinkel
Jetzt haben wir die Teilkegelwinkel:
Jetzt sind wir bereit, unser Kegelradpaar zu erstellen.
2 mm setzen.15 setzen.38.21° setzen (zwei Nachkommastellen sollten ausreichen).Kegelrad 1 an der richtigen Stelle
2 mm setzen.9 setzen.21,79° setzen (zwei Nachkommastellen sollten ausreichen).Kegelrad 2 an der richtigen Stelle
An dieser Stelle sollten die beiden Kegelräder da ineinandergreifen, wo ihre Teilkegel in der Ausgangsskizze aufeinandertreffen; aber ihre Formen sehen noch nicht wie richtige Kegelräder aus.
Die verzahnten Ausgangskelgelräder
Wir bemerken, dass das Werkzeug Kegelrad den Teilkegel zu einem Kopfkegel erweitert hat, bevor es die Zähne ausgeschnitten hat, aber es hat das Kegelrad nur vom Teilkreis in Richtung der virtuellen Spitze aufgebaut und die Geometrie des Rückenkegels in entgegengesetzter Richtung ignoriert, wie in dieser Schnittansicht des fertigen Kegelrades dargestellt ist:
Grün: Teilkegel,
Rot: Kopfkegel.
Blau: Rückenkegel
Um ein richtiges Kegelrad zu erhalten, müssen wir unsere Ausgangskegelräder vergrößern und überschüssige Geometrie wegschneiden; aber anstatt zu beschneiden, werden wir Drehkörper, die den Querschnitt festlegen, mit unseren zu vergrößernden Ausgangskegelrädern verschneiden.
Wir müssen die gewünschten Querschnitte von ihren Achsen ausgehend nach außen festlegen und sie dann rotieren, um Objekte zu erstellen, die mit den Ergebnissen aus den vorherigen Schritten verschnitten werden, und so ein richtiges Kegelradpaar zu ergeben.
Links: Skizze des Querschnitts. Rechts: Der resultierende Drehkörper 1
Die Zahnbreite ist normalerweise ungefähr ein Drittel der äußeren Teilkegellänge (24.25° in diesem Falle), daher wurde für dieses Beispiel 8 mm gewählt.
Links: Skizze des Querschnitts. Rechts: Der resultierende Drehkörper 2
Jetzt werden wir die Ausgangskegelräder mit den Drehkörpern verschneiden, um die Schnittformen (Schnittmenge beider Geometrien) zu erhalten. Sind alle Objekte außer unseren Ausgangskegelrädern und den Drehkörpern ausgeblendet, erkennen wir, dass die Zahnräder nicht weit genug aus den Drehkörpern hervortreten. Da wir die Kegelräder von der Spitze ausgehend aufgebaut haben, können wir den Wert des Moduls dazu verwenden (missbrauchen), das Zahnrad zu "skalieren"; und auch seine Höhe passen wir vor dem Verschneiden an.
2.5 mm setzen.15 mm setzen.Links: Das vergrößerte Ausgangskegelrad 1 und Drehkörper 1. Rechts: Das resultierende fertige Kegelrad 1
2.5 mm setzen.15 mm setzen.Links: Das vergrößerte Ausgangskegelrad 2 und Drehkörper 2. Rechts: Das resultierende fertige Kegelrad 2
Um zwei Zahnräder zu paaren, verwenden wir normalerweise den Teilkreis, wir könnten auch wahlweise den Punkt der Kegelspitze in Verbindung mit der Achse verwenden, wir haben aber das Problem, dass weder der Teilkreis noch die Kegelspitze durch ein geometrisches Element der fertigen Form dargestellt wird und daher nicht direkt ausgewählt werden kann. Um die Zahnräder in einer Baugruppe zu positionieren, müssen wir auswählbare Hilfsgeometrie verwenden bzw. hinzufügen, die bei Bedarf ein- bzw. ausgeblendet werden kann, oder vorhandene Formelemente verwenden, deren Abstand zum Teilkreis bzw. zur Kegelspitze bekannt ist, und den Abstandswert manuell eingeben.
Jetzt haben wir zwei brauchbare Kegelräder, die aber nicht mit einer Achse oder Welle verbaut werden können. Sie müssen mit einigen Formelementen ergänzt werden, entweder mit zylindrischen als Lager, um das Drehen um eine Achse zu ermöglichen oder mit prismatischen, um ein Drehmoment auf eine Welle übertragen zu können.
Solche Ergänzungen sind ziemlich einfach zu modellieren und werden daher in dieser Anleitung nicht behandelt.
Wir könnten eine Halterung hinzufügen und einen animierten Zusammenbau erstellen, aber auch dies ist ein anderes Thema für eine andere Anleitung.